Cranz & Selenogradsk

Seebad mit Geschichte

Am Anfang war ein Krug

Die eigentliche Cranzer Geschichte beginnt, salopp gesagt, mit einer Kneipe. Die Mönchsritter des Deutschen Ordens, die den heidnischen Landstrich an der Ostsee im frühen 13. Jahrhundert christianisiert sprich erobert hatten, legten 1282 am südlichen Ende der Kurischen Nehrung nahe der Küste einen Krug an. Dieses Jahr gilt als früheste urkundliche Erwähnung und somit als Gründungsdatum von Cranz.

Für die Ordensleute war der Ort von einiger Bedeutung. Er lag am umkämpften Weg über die neria curoniensis, die Nehrung in Richtung Kurland (im heutigen Lettland, wo der Orden ebenfalls Besitztümer erobert hatte), Litauen und die Burgstadt Memel. Die an der Ostsee gegründete Raststätte bekam den Namen "Crantzkrug"  – der alten prussisches Ortsbezeichnung Crantas nach, der soviel wie „Uferabhang“ bedeutet und nahe legt, dass es hier schon vor der Ordenszeit eine Siedlung der heidnischen Ureinwohner gegeben hat.

Der ordenszeitliche Krug soll als Gasthaus noch bis ins 19. Jahrhundert hinein existiert haben - etwa dort, wo heute der Bahnhof des Seebades steht.

Kurisches Fischernest

Cranzer Strandfischerei um 1890

Rings um die Taverne der Ordensritter begann bald ein munteres Fischerdorf namens Crantzkuhren (auch: Krantzkuhren) zu wachsen. Es waren mehrheitlich lettischsprachige Kuren, die sich dort ansiedelten, eingewandert aus dem Küstenstreifen nördlich der Nehrung (bis heute die lettische Provinz Kurzeme, dt. Kurland). Zeitweise sollen die Crantzkuhrener Fischer auf dem schmalen Landsteg zwischen Haff und Ostsee mehr als hundert Boote in Betrieb gehabt haben - sowohl binnen, wo um 1630 am Haffufer die kleine Fischersiedlung Schwentlund entstand, als auch an der Küstenseite.

Um 1730 herum wurde das Dorf zum Sitz des obersten preußischen Forstbeamten für den südlichen Teil der Kurische Nehrung bis Nidden. Ein paar Jahre später kommt noch eine Zollstation dazu. Ansonsten lebte Crantzkuhren, im frühen 19. Jahrhundert rund 45 Häuser und 300 Seelen zählend, fast ausschließlich von der Haff- und Küstenfischerei.

Schöne Strände, heilsame Luft

Zu einem mondänen Seebad mit Hotels, Strandpromenade und vielen tausend Badegästen begann sich der Ort erst im frühen 19. Jahrhundert zu entwickeln. Überall an der Ostsee, wo es schöne Strände und heilsame Luft gibt, trieb zu dieser Zeit der Badetourismus erste zaghafte Blüten: in Jurmala bei Riga, im litauischen Polangen (Palanga), in Heiligendamm bei Rostock, Binz auf Rügen, auf der Nachbarinsel Usedom.

Das Seebad Cranz um 1900
Familienbad

Und in Cranz. Es ist das älteste Ostseebad an der Samlandküste. 1773 war in einem Königsberger Journal erstmals das Baden in der Ostsee als gesundheitsfördernd gepriesen worden, als besonders geeignet für ein Seebad erwähnt der Artikel das Fischerdorf Krantzkuhren. 1816 wird in Kranz, wie es mittlerweile heißt, auf Betreiben des Königsberger Arztes und Medizinalrats Dr. Friedrich Christian Kessel die erste Badeanstalt eingerichtet. Mit zwei Badezellen, getrennt nach Männlein und Weiblein und streng abgeschirmt vor den Blicken der Öffentlichkeit, geht es los.

Schon ein Jahr später öffnet das erste Warmbad, 1821 das "Große Logierhaus" am Strand. Allerdings brannte der überwiegend hölzerne Bau bereits 1835 ab. Darauf hin errichtete man weiter landeinwärts am Corso einen größeren Neubau, das „Konversations- u. Logierhaus“.

Die Heilwirkung des Seeklimas gilt in Cranz als besonders gut, bald ergänzt durch medizinische Moorbäder, was dem nun regen Aufschwung und bald einen gewissen städtischen Charakter annehmenden Ort 1844 offiziell den Beinamen „Königlich-Preußisches See- und Moorbad“ einbrachte. Dass auch Ostpreußens Excellenzen Cranz für sich entdeckten, damit schmückte sich das elegante "Bad des Adels" besonders gern.

Sie hatten ja auch viel Gutes von dieser hochherrschaftlichen Aufmerksamkeit, die Küstenleute. Nicht nur Reklame. König Friedrich Wilhelm IV. etwa, der Cranz am 9. Juli 1843 erstmals besuchte und standesgemäß im neuen Kurhaus (1821) logierte, war von dem Seebad so begeistert, dass er fortan öfter kam und zudem gewaltige Mittel bewilligte für das Anpflanzen von Bäumen an der vor allem seit der russischen Besatzung im Siebenjährigen Krieg (1757-62) arg geplünderten Küste.

Das Moor- und Seebad Cranz bekam zwar nie Stadtrecht, doch ein offizielles Wappen besaß der Ort immerhin, seit dem 15. Mai 1937, wenn die Chronik nicht trügt. Es zeigte zwei regionale Symbole: die Flunder als Wahrzeichen der Stadt und die Elchschaufel, das Wappentier Ostpreußens. Das neue Wappen, das sich der heutige Kurort Selenogradsk 2001 schuf, ist dem historischen Vorbild nachempfunden. Wie das Original zeigt es die Flunder, russ. kambala.

Cranz in Zahlen

Geographische Position:
54° 58,3' N / 20° 29,6' E
Einwohner: 13 026 (2010)
Postleitzahl: 238530
Fläche: 17 km²
Telefonvorwahl: (+7) 40150
Kälterekord: - 33,3 °C (25.01.1942)
Gründungsjahr: 1282

"Ort am Strand"

Der Name Cranz beschreibt die Lage des Ortes an der Küste. Sowohl im lettisch-kurischen kranta, krant als auch im prussischen krant, krantis und im litauischen krantas steckt die Bedeutung Ufer, Küste, Strand. krantininkas nannte man im alten Litauen den Strandreiter (Strandwächter). Der litauischen Etymologie nach bezeichnet krantas ein "steil abfallendes Ufer". Auch im dänischen skrænt (=Steilhang) klingt diese Bedeutung an.

Als Ortsbezeichnung tauchen in Urkunden und Dokumenten der Cranzer Geschichte immer wieder verschiedene Schreibweisen auf. Gegründet als Crantzkuhren oder auch Krantzkuhren, findet sich schon früh die Verkürzung Krantz (1632) bzw. Kranz (1670), dann wieder Kranzkuren (1802). Die Schreibweise Cranz wird 1844 erstmals verwendet, ab 1893 dann ausschließlich und amtlich.

Ostpreußens beliebtestes Seebad

Cranz um 1930. Links im Bild die Mühle und das Villenviertel Westend.

Seit 1855 war Cranz Kirchdorf, zum evangelischen Kirchenkreis Königsberg-Land II in der "Kirche der Altpreußischen Union" gehörend. Das erste Gotteshaus stand nicht lange, an seiner Stelle wurde 1897 die im neugotischen Stil erbaute Adalbertskirche geweiht, benannt nach dem Bischof Adalbert von Prag, dem ersten Missionars der prussischen Stämme. Da dem 42 Meter hohen Turm von St. Adalbert bei der Weihe eine Geläut fehlte, stiftete das benachbarte Bludau drei Glocken. Sie sind nicht erhalten, auch die barock intonierte Orgel, ein Instrument aus der berühmten Orgelbauanstalt Max Terletzki (Elbing/Königsberg), überstand die Nachkriegszeit nicht.

Schon 1826 war mit dem Bau der Chaussee Königsberg-Cranz begonnen worden - 1852 wurde sie endlich fertig. Drei Stunden brauchen die Kutschen für die Strecke. Der wirkliche Renner war das noch nicht. Einen wirklichen Durchbruch für die Entwicklung zum beliebtesten und größten See-Kurort Ostpreußens bedeutete die Eröffnung der „Königsberg-Cranzer Eisenbahn“ am 8. Juli 1885. Die touristische Völkerwanderung nahm bald kräftig zu. Von nun an brachten Personenzüge die Badegäste bequem und schnell (aus Königsberg in einer halben Stunde) an die Küste. Die Lokomotiven trugen Namen von Seevögeln.

In seiner „goldenen Zeit“, die um die Jahrhundertwende begann in bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges anhielt, blühte Cranz zu einer der vornehmsten Adressen für Badeferien an der Ostsee auf – gleichauf mit Binz, Zoppot, den Kaiserbädern Usedoms. Dazu trug auch der schneeweiße, feinsandige, bis zu 100 Meter breite Strand bei. Diplomaten, bekannte Schriftsteller, wohlhabende Bürger stiegen im Sommer in dem eleganten ostpreußischen Ostseestädtchen ab. Für 1908 weist die Cranzer Seebad-Chronik 13 277 Besucher aus, darunter viele Schlesier, aber auch Polen und russische Juden. Zwischen Altstadt und Küste entstand eine von Cafés, Restaurants und dem großen Kurhaus gesäumte Flaniermeile, der berühmte "Cranzer Corso".

Parallel zum Strand zog sich eine 1,4 Kilometer lange Uferpromenade entlang. Sie bestand über eine Länge von 900 Metern aus Holzbohlen, die sturmflutsicher auf eingemauerten Pfählen gelagert waren, zugleich dem Küstenschutz dienend als auch dem sehen-und-gesehen-werden. Von der Promenade führten Treppen hinab zum breiten Badestrand. Sie verband zugleich das westlich gelegene Herrenbad mit dem Damenbad am östlichen Ende des Cranzer Strandes.

Von "Schloss am Meer" bis "Monopol"

Als Ostpreußens Damen und Herren noch getrennt badeten...

Mehr als 50 Hotels und zum Teil stattliche Pensionen warben um Gäste, viele im verspielten Stil der Bäderarchitektur entworfen und so fein wie die Gesellschaft, die in Cranz logierte: das schneeweiße „Schloss am Meer“, das beliebte „Strandhotel“, das „Hotel zum Elch“, das „Monopol“, die „Villa Hohenzollern“… Aus einem Küstenhain am östlichen Stadtrand in Richtung Nehrung wuchs die Plantage, ein idyllischer Waldpark mit seinem beliebten "Storchenteich", einem Gartenlokal mit Freilichtbühne, Musikpavillons. Auf den hier angelegten Tennisplätzen fanden die ersten internationalen Turniere Europas statt!

Auf der anderen Seite des Seebades entstand ab den frühen 1920er Jahren zwischen der Graf-Keyserlingk-Straße und der Strandpromenade die „Kolonie (Colonie) Westende“, in der sich wohlhabende Königsberger ihre Villen und Sommerhäuser bauten.

Als erste See-Badeanstalt in Ostpreußen wurde 1907 das Familienbad eröffnet. Beliebt wurde auch das Moorbad, versorgt mit Heilschlämmen aus einem Hochmoor am Stadtrand.

Vom Hafen Cranzbeek am Haff, zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, fuhren täglich Salondampfer nach Memel und Tilsit ab, mit denen man auch alle wichtigen Orte auf der Kurischen Nehrung erreichen konnte. Thomas Mann stieg hier 1929 aufs Schiff, um einen Ausflug nach Nidden zu unternehmen. Begeistert von der Nehrung, ließ er sich dort sein berühmtes Sommerhaus bauen.

Prachtvolle Villen in der Cranzer Altstadt

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges war die Einwohnerzahl auf etwa 6000 angewachsen. Stadtrecht bekam Cranz dennoch zu deutscher Zeit nie. Mit ihrer Infrastruktur, einem der modernsten Kanalisationssysteme etwa, eigener Telegraphenstation, Elektrizitätswerk und Gasanstalt, Tiefwasserbrunnen, Krankenhaus, Straßenbeleuchtung und den gepflasterten, zum Teil schon asphaltierten und täglich mit einer eigenen Kehrmaschine gereinigten Straßen war Cranz aber längst eine richtige Stadt geworden...

Römischer Münzschatz

Römischer Münzschatz

Bei Feldarbeiten südlich von Cranz stieß man 2014 auf einen Münzschatz aus der römischen Kaiserzeit. Die ältesten der insgesamt 190 Bronze-Sesterzen stammen aus der Regierungszeit von Kaiser Trajan (98 - 117 nach Chr). Die meisten Münzen wurden unter der Regentschaft von Kaiser Marc Aurel (161 - 180 n. Chr.) geprägt. Wahrscheinlich wurde der Schatz von durchziehenden Händlern Ende des 2. und Anfang des 3. Jhs. vergraben. Sein Wert zu römischer Zeit betrug etwa ein Drittel vom Jahreseinkommens eines Legionärs. Die Münzen sollen nach der Restaurierung in der Archäologischen Abteilung des Kaliningrader Gebietsmuseums für Geschichte und Kunst präsentiert werden.

Räucherflundern

Cranzer Flundern

Eine Spezialität noch aus der Zeit des Fischerdorfes waren die Cranzer Flundern. Die bis zu 45 Zentimeter langen Plattfische, die in diesem Teil der Ostsee besonders häufig vorkommen, wurden fangfrisch an Leinen gespannt und über schwelenden Tannenzapfen, den "Schischken", geräuchert. In der Fangsaison roch der ganze Ort nach dem würzigen Rauch. Die Haff- und Küstenfischerei blieb in Cranz aller touristischen Blüte zum Trotz immer ein wichtiger Erwerbszweig.

Die Plattfische gibts immer noch reichlich in der Ostsee, freilich sucht man die einst berühmten Räucherflundern im heutigen Selenogradsk vergebens.

Mythos Wiskiauten

Wiskiauten-Suche mit Georadar

Menschen siedeln auf dem samländischen Küstenstreifen und der Kurischen Nehrung schon seit Jahrtausenden. Der älteste archäologische Fund aus dem Gräberfeld Wiskiauten zwei Kilometer südwestlich der heutigen Cranzer Ortslage stammt aus der Jungsteinzeit. Mehr zu solch fernen Vorfahren, wozu hier auch die Wikinger zählen sowie die heidnischen Prussen, die Ureinwohner der Gegend, erfahren Sie auf der Website der Ausgrabungen, die ein deutsch-russisches Forscherteam unter Leitung des Kieler Archäologen Dr. Timo Ibsen zwischen 2005 und 2011 auf den Spuren des legendären wikingerzeitlichen Handelsortes Wiskiauten vornahm: www.wiskiauten.eu

Aus Cranz wird Selenogradsk

Cranz um 1940

Auch nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs waren der Bade- und Kurbetrieb in Cranz weitergegangen. 1940 quartierte man eine „Propagandakompanie“ im Strandhotel ein. Die Kegelbahn des Ostseehotels wurde zur Unterkunft für belgische Kriegsgefangene umfunktioniert, abends galt im Ort Verdunkelungsbefehl. Viel mehr bekam das Seebad vom Krieg nicht mit.

Glanz und Gloria endeten abrupt 1945. Am 4. Februar wurde Cranz von der Sowjetarmee eingenommen - kampflos und quasi unzerstört. Der weitere Verlauf der Geschichte ist bekannt, festgeschrieben im Potsdamer Abkommen der Siegermächte: Preußen verschwand von der europäischen Landkarte, der Norden Ostpreußens mit Königsberg fiel an die Sowjetunion, wie Stalin es schon ein Jahr vor Kriegsende auf der Konferenz von Jalta gefordert hatte.

Bis 1948 wurden alle Deutschen, die den Krieg und die mörderischen Wirren der Nachkriegszeit in Ostpreußen überlebt hatten, nach Deutschland deportiert, zugleich Menschen aus vielen Regionen der Sowjetunion in der Beuteprovinz angesiedelt. Aus Königsberg wurde Kaliningrad, aus Cranz die Kreis(Rayon-)stadt Selenogradsk (1947).

Ortseingangsschild heute

Zunächst hatte der Kurort Nachimowsk heißen sollen, benannt nach Pawel Stepanowitsch Nachimow, einem Admiral der Kaiserlich-Russischen Marine, gefallen 1855 im Krimkrieg. Einige Karten und Dokumente aus der frühen Kaliningrader Nachkriegszeit trugen sogar schon diesen Namen. Dann aber setzte sich offiziell Selenogradsk durch, übersetzbar als die "grüne Stadt". Und mit großer Wahrscheinlichkeit eine Verwechslung. Weil eigentlich wohl das benachbarte Rauschen so heißen sollte, der Name hätte auch viel besser zu dem waldigen Seebad gepasst. Doch aus Rauschen wurde nun Swetlogorsk, der "Ort des Lichts". Und dabei blieb es.

Bald wandelte Moskau das Kaliningrader Gebiet in einen Sonderverteidigungsbezirk um, eine hermetisch abgeriegelte Militärsperrzone. Auch dabei blieb es - lange. Erst 1991, nach dem Ende des kalten Krieges, öffneten sich die Stacheldrahttore dieser verbotenen Region wieder für Ausländer.

Zurück in die Zukunft

Das heutige Selenogradsk ist mit dem historischen Cranz der Vorkriegszeit eigentlich nicht vergleichbar. Die feinen Hotels am Corso sind verschwunden oder nach Umbauten kaum mehr zu erkennen. Die hölzerne Strandpromenade wurde 1970 abgerissen und durch eine Betonpiste ersetzt. Immerhin: Der historische Stadtkern blieb weitestgehend erhalten. Und wenn auch Restaurierungsnot und fehlende denkmalpflegerische Kapazitäten immer noch an allen Ecken und Enden sichtbar sind: Die Stadt ist eine einzige große Baustelle, überall entstehen neue Häuser, werden Straßen renoviert, verschwinden Ruinen und sowjetische Hinterlassenschaften. Mitten durch die Altstadt zieht sich eine frisch gepflasterte Fußgängerzone, und die fast zweieinhalb (!) Kilometer lange Strandpromenade mit der neuen Seebrücke avancierte seit ihrer gelungenen Sanierung (2011-16) wieder zur Lieblingsflaniermeile - wie einst in Cranz.

Gerade diese Zeichen eines Neuanfangs machen die heutige Stadt zu einem spannenden Ort. Selenogradsk (13 000 Ew.) ist gleich nach Rauschen der beliebteste Kurort der Region, an schönen Sommerwochenenden drängt aus Kaliningrad eine regelrechte Völkerwanderung von bis zu 40 000 Tagesbesucher an den Strand. Und aus Moskau und Kernrussland kommen von Jahr zu Jahr mehr Feriengäste, im Sommer ist in den vielen neuen Hotels kein freies Zimmer zu bekommen, die staatlichen Kur-Sanatorien "Selenogradskij" und  "Tschaika" (Möwe) sind sowieso das ganze Jahr über ausgebucht. Das einst so elegante Ostseebad putzt sich heraus. Zurück in die Zukunft sozusagen….

Sehenswertes im heutigen Selenogradsk finden Sie hier.

Kaufhaus Sternfeld, später (ab 1933) Karstadt
Wasserturm, erbaut 1905