Insterburg / Tschernjachowsk

Kamenskoje (Saalau)

Zwion

Instertal

Breitenstein

Barclay de Tolly Denkmal

Majowka (Georgenburg)

IN DER UMGEBUNG

Wasserturm

Stadion

Schloss Insterburg

Katholische Kirche

Barclay de Tolly

Gawehnscher Teich und Park

Bogenbrücke

Katholische Kirche

Die rechte Spalte

Mal sehen, wie der Text in der rechten Spalte so läuft, wichtig sind mir hierbei harmonische Abstände und ein gut lesbarer Textfluss.

Ännchen-von-Tharau-Stein

Geschichtsträchtiges Insterburg

Aus welcher Richtung auch immer man sich der drittgrößten Stadt des Kaliningrader Gebietes nähert: Schon aus der Ferne grüßen zwei schlanke Spitzen über den Dächern von Tschernjachowsk, dem alten Insterburg. Es sind die Türme der katholischen und der reformierten Kirche.

Das historische Wahrzeichen der Rayonstadt freilich fehlt: die Lutherkirche mit ihrem markanten Barockturm – und mit ihr der ganze Alte Markt, den Reiseführer aus der Vorkriegszeit als einen der schönsten Plätze Ostpreußens bewunderten. Der erste sowjetische Stadtkommandant ließ die Häuserzeilen des Alten Marktes schleifen, um Platz für eine Aufmarschfläche und ein Lenindenkmal zu schaffen. Die Kirche wurde nach dem Abriss des Turms zum Lager einer Möbelfabrik umfunktioniert. Nach einem vergleichsweise harmlosen Brand jagte man die Ruine Ende der 1980er Jahre in die Luft – es war die angeblich letzte offizielle Zerstörung einer Kirche im Kaliningader Gebiet.

Tschernjachowsk, 45 000 Einwohner, hat trotz einiger Kriegszerstörungen viel von der gewachsenen Schönheit der geschichtsträchtigen ostpreußischen Provinzstadt bewahrt. Ihr Puls schlägt heute wie einst in der früheren Hindenburgstraße, nun uliza Lenina, die schnurgerade und von vielen Läden gesäumt vom Alten Markt zum Bahnhofsplatz ansteigt. Parallel verläuft die uliza Pionerskaja, die frühere Wilhelmstraße. Uralte Linden und breite Gehwege verleihen ihr etwas anheimelnd Vertrautes. Man könnte sich hier glatt eine Musikschule vorstellen – und richtig, es gibt sie, leicht zu erkennen an den Tschaikowskij-Skulptur im Vorgarten…

In der einstigen Wichertstraße, nun uliza Sowjetskaja geheißen, und rings um die Reformierte (inzwischen russisch-orthodoxe) Kirche erinnern stattliche, aber arg großenteils sanierungsbedürftige Gründerzeit- und Jugendstilfassaden an die Zeit, als Insterburg durch seine Lage im Knoten von sechs Bahnlinien und zwei Fernstraßen zu Wohlstand kam.

Benannt ist die Rayonstadt seit 1946 nach Iwan Tschernjachowskij, dem jüngsten General der Sowjetarmee. Er wurde hier bei Kämpfen schwer verwundet und starb später an den Folgen dieser Verletzungen.